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Sambonak und Moniak


Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die sich so wirklich abgespielt hat. Diese Geschichte handelte mitunter
von einem König namens Sambonak. Er war ein sehr schlauer und weiser König, denn er wusste genau, wie er seine
Gefolgschaft behandeln musste. Zwar waren nicht alle Menschen mit ihm einer Meinung, aber dieses Problem,
was sich erst später als eins herausstellte, hatte wohl jeder König. Das Land, welches er regierte, war riesig.
Ich würde sagen, so groß, dass es nirgends einen Platz gab, der nicht von seiner Person regiert wurde.
Dieses Gebiet unter Kontrolle zu halten, war eine enorme Aufgabe. Doch Sambonak wusste genau was er tat und das
konnte auch jeder sehen. Hier lebten die Menschen in Frieden mit der Natur und umgekehrt.
Auch gegenseitig zerstörten sie sich nicht, ganz im Gegenteil es war eher wie eine Art Gemeinschaft.
Die Landschaft, welche Sambonak so liebte und regierte, war überwältigend schön.
Alle Flüsse und Seen waren kristallklar, sodass jeder bis zu einer Tiefe von zweihundert Meter auf den Grund schauen konnte.
Ja selbst den Fischen konnte man beim Schwimmen zusehen.
Das Leben in den Wäldern und Wiesen war so prachtvoll und vielfältig, dass niemand genau wusste,
geschweige denn schätzen konnte, was in ihnen hauste. Aufgrund Sambonaks Bemühungen beschenkten ihn die Naturgeister
mit ergiebigen und fruchtbaren Weideflächen Dadurch ergab es sich, dass niemand Hunger leiden musste.
Damit all dies auch so blieb, hatte Sambonak befohlen, dass keinem Tier, keinem Baum, keinem nicht vom Menschen gepflanztem
oder aufgezogenen Lebewesen auch nur ein Haar gekrümmt werden durfte. Wer dagegen verstieß, musste mit seinem Leben bezahlen.
Zum Glück musste bisher niemand bestrafft werden, denn die Menschen hatten alles, was sie zum Leben brauchten.
In Sambonaks Reich gab es weder Geld noch Handel und niemand musste arbeiten. Ihr werdet euch fragen, wie denn so
etwas funktionieren kann? Ganz einfach: Weil es kein Geld gab, schenkten sich die Bürger des Königreichs gegenseitig alles,
was sie benötigten. Dies stellte einen hohen sozialen Wert dar. Es gab ja auch alles im Überfluss.
Und weil die Einwohner nicht unbedingt zu arbeiten brauchten, war ihnen ab und zu langweilig und deshalb arbeiteten
sie freiwillig, um sich die Zeit zu vertreiben. Einige gingen aufs Feld, andere halfen beim Hausbau und wiederum andere
machten ab und zu gar nichts. Dabei wechselten sie sich untereinander hin und wieder ab, somit gab es eigentlich keine
echte Langeweile. Alle hatten immer irgendetwas zu tun. Auf diese Art und Weise wuchs und gedieh das Leben in Sambonaks Reich.
Es gab wie man sieht, überhaupt keinen Grund sich zu beklagen. In den Städten tummelten sich die Leute. Sie machten Späße
und feierten Feste oder taten wonach sie gerade Lust hatten. Die Häuser in denen sie wohnten, bestanden aus einer
Art Lehm-Stein Mischung. Die Dächer waren mit Stroh bedeckt. Man sollte meinen, das dies ziemlich gefährlich sei,
denn so einer Stadt mit Strohdächern könnte leicht Feuer fangen. Doch das wiederum war sehr unwahrscheinlich.
Sambonak hatte allen verboten Feuer zu machen. Deshalb aber, war es nicht unbedingt kalt. Ganz im Gegenteil,
denn wie schon erwähnt, hatte Sambonak die Geister der Natur auf seiner Seite.
Diese schenkten ihm den Zauber des Lichtes und der Wärme. Sobald irgendwo im Land ein Haus fertig gestellt wurde
und die Menschen die Einweihung feierten, kamen die Geister der Natur und verzauberten das Haus mit dem Zauber der Wärme,
der es je nach Belieben in einer angenehmen Temperatur hielt. Außerdem bekam jeder Bewohner den Zauber des Lichtes.
Er bewirkte, dass die Zimmer im Haus nach Einbruch der Dunkelheit im Sommer für zwei und im Winter für vier Stunden
beleuchtet wurden. Wie du siehst, wurde die Natur bestmöglichst geschont. Hatten die Menschen einmal Durst,
gingen sie an irgendeinen See oder Fluss und tranken dessen Wasser.
Dies ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb die großen Städte immer am Wasser gebaut wurden.
Die Größe des Flusses bzw. die des Sees entschied deshalb auch über die Größe der Städte in denen die Menschen lebten.
Das Leben in Sambonaks Reich war das pure Paradies. Wie jeder im Lande wusste, lebte Sambonak schon sehr lange.
Niemand weiß genau wie lange, aber es musste eine halbe Ewigkeit sein. Der König selbst, wusste nicht genau wie alt er war,
denn er hatte irgendwann damit aufgehört zu zählen. Ich glaube, als er schon ein paar Millionen Jahre alt war.
Wenn ihn jemand fragte, weshalb er aufgehört hatte, sagte er nur:
"Es gibt so viele Dinge, um die ich mich kümmern muss, da kann ich mich nicht noch mit zählen beschäftigen.
Feiern kann ich auch so genug!" Womit er auch irgendwie recht hatte. - So nebenbei, Sambonak hatte diese Eigenschaft von
den Naturgeistern bekommen. Diese meinten, wenn Sambonak nicht stirbt, könne dieser ein Leben lang seine Lehre verbreiten.
Somit dürfte es zu keinen Missverständnissen kommen. Das hatte bisher auch funktioniert, aber ich möchte nicht abschweifen.
Niemand hatte sich je beschwert, nur ein paar Wenige fanden dieses Leben überhaupt nicht lustig.
Sie empfanden Sambonak als lästig, als ihren größten Feind und machten es sich zu ihrer Lebensaufgabe ihn zu zerstören.
Einer von ihnen war Moniak, ein stattlicher junger Mann, mitte Zwanzig. Aber weshalb hatte er etwas gegen den König?
Das kann ich euch sagen. Er wollte unbedingt Feuer machen. Jene Sache die, solange Sambonak König war, unmöglich erschien.
Moniak war ein wirklich guter Junge und sehr wissbegierig. Wenn man ihm etwas sagte, verstand er meist ziemlich schnell
und wusste, was man vom ihm wollte. Auch so war er sehr begabt. Doch er wollte nicht verstehen, warum er denn kein
Feuer machen durfte. Er hatte auch nicht lange gebraucht um zu verstehen, das man durch Reibung enorme Hitze erzeugen konnte.
Genügend um ein Feuer zu entfachen. Daher, dass Moniak, wie schon erwähnt, sehr wissbegierig war, experimentierte er sehr viel.
Und wie sollte es auch anders kommen fing irgendwann einmal alles an zu brennen. Zuerst brannte nur sein Tisch.
Als das damals geschah, dachte er nicht daran es zu löschen. Er wartete ab. Bis er merkte, dass sein kleines Tischfeuer
zu einem Flächenbrand wurde der sich über den ganzen Tisch ausbreitete. Doch damit nicht genug - Langsam fing auch
das Strohdach Feuer. Moniak konnte sich noch im letzten Moment aus dem brennendem Haus retten, bevor es komplett
in Flammen stand. Er musste feststellen, dass selbst das Nachbarhaus und kurz darauf das von dessen Nachbar Feuer fing.
Es dauerte nicht lange da stand die ganze Stadt in Flammen. Zum Glück wurde aber niemand verletzt, denn in den Häusern
war niemand, alle waren zum großen Fest in die Nachbarstadt gegangen. Als die Bewohner aufgeschreckt von den Flammen
zu ihrer Stadt zurück kamen, war alles schon niedergebrannt. Natürlich wurde der Schuldige schnell gefunden,
denn Moniak stellte sich selbst. Was nun - die Häuser waren abgebrannt.
Die Bewohner konnten sie zwar wieder aufbauen, doch was sollten sie mit Moniak tun. Immerhin hatte er gegen die
geltenden Gesetze von Sambonak verstoßen. Sie beschlossen ihn genau dort hin zu bringen Zum König.
Er sollte entscheiden, was mit Moniak geschieht. Somit kam es zum Treffen zwischen Moniak und Sambonak.



1. Das Treffen



Sambonak saß in seinem prachtvollem Schloss, welches die Bürger für ihn errichtet hatten. Er war schwer beschäftigt,
denn er plante gerade eine große Feier, die er veranstalten wollte, als...... plötzlich jemand an seine Tür klopfte.
Poch... Poch...

Sambonak: "Komm herein"

Die Tür öffnete sich und Sambonaks Berichterstatter betrat den Raum. Dieser machte die Tätigkeit
als Berichterstatter natürlich freiwillig und wahrscheinlich auch nur mal so für heute.

Sambonak: "Was möchtest du? Ich bin schwer beschäftigt. Hoffentlich ist es wichtig, sonst kannst du gleich wieder gehen."

Der Berichterstatter: "Aber natürlich Sambonak, sonst würde ich sie doch nicht stören."

Sambonak: "Komm zum Punkt."

Der Berichterstatter: "Sicher mein König, draußen vor dem Schloss steht eine große Menschenmenge.
Sie sagen, ihre Stadt wäre abgebrannt. Doch sie haben den Brandverursacher schon gefunden. Sie haben ihn bei sich.

Sambonak: "Gut, dann führe ihn zu mir"

Es vergingen weniger als zehn Minuten, da stand auch schon der Berichterstatter und Moniak in Sambonaks Zimmer.
Er forderte den Berichterstatter auf, den Raum zu verlassen. Denn er wollte mit dem Brandverursacher unter vier Augen sprechen.
Der Berichterstatter ging. Als er verschwunden war, wollte Sambonak erst einmal den Namen des Brandverursachers wissen.

Der Brandverursacher: "Moniak"

Sambonak darauf: "Gut Moniak! Ich denke mal du weißt, dass es nicht erlaubt ist Feuer zu machen. Was hast du zu deiner
Verteidigung zu sagen"

Moniak: "Es tut mir ja schrecklich leid aber wie sollte ich denn wissen wie ich mit Feuer umgehen muss, wenn ich es nicht ausprobiere."

Sambonak: "Gar nicht! Ich erlaube es nicht Feuer zu machen. Wie du siehst, aus gutem Grund. Außerdem brauchen wir überhaupt kein Feuer,
denn Licht und Wärme haben alle. Dafür habe ich gesorgt. Also sag, was soll ich mit dir tun?"

Moniak antwortete nicht.

Sambonak: "Moniak, du musst wissen, dass ich das eigentlich nicht so einfach durchgehen lassen kann.
Aber ich wäre nicht der König Sambonak, wenn ich nicht noch einmal ein Auge zudrücken könnte. Wenn du mir versprichst,
dich niemals wieder mit dem Thema Feuer zu beschäftigen. Oder ich werde dich meines Landes verweisen."

Jene Strafe aber wäre unmöglich, denn Sambonak gehörte doch alles. Sozusagen wäre es sein Todesurteil.

Sambonak: "Und nun verlasse meinen Raum. Ich möchte dich hier nicht mehr sehen."

Moniak ging. - Sambonak hielt noch ein bisschen inne und sagte dann so vor sich hin. "Hoffentlich habe ich das Richtige getan."


2. Die Mondbar


Moniak ging durch die Straßen von Toratei, der Residenzstadt von Sambonak und versuchte darauf zu achten, dass ihn kein Bürger
seines Städtchen sah. Denn die wären bestimmt noch sauer auf ihn. Eine heikle Situation für des Königs Welt.
Der junge Herr Moniak überlegte, wo er hin gehen sollte und beschloss in eine der vielen Mondbars zu gehen,
damit er sich dort hemmungslos betrinken konnte. Die Mondbars hatten, warum auch immer, wie schon der Name sagt, nur in Nächten offen,
wo der Mond schien. Sonst stand kein Licht mehr zur Verfügung um etwas zu sehen, geschweige denn jene Bars zu finden.
Denn mittlerweile war es schon länger als 2 Stunden dunkel. Eine Mondbar zu finden war eigentlich ganz einfach.
Wo man auch immer lautes Gelächter und heitere Stimmung hörte, konnte eine Mondbar nicht mehr weit entfernt sein.
Letztlich fand Moniak so eine begehrte Bar und ging hinein. Als erstes setzte er sich an die Theke und bestellte ein großes Hopfengetränk.
Nach dem dritten konnte er seinen Frust nicht mehr zurückhalten und fing laut Hals an, sich über Sambonak zu beschweren
und ihm fielen alle möglichen Schimpfwörter ein. Der Wirt, der das natürlich nur mal so machte, weil er gerade Lust dazu hatte
Wirt zu sein und wahrscheinlich auch nur vorübergehend, wollte Moniak schon hinauswerfen.
In diesem Moment gesellte sich ein etwas älterer Mann zu Moniak, der gleich darauf den Wirt erst einmal beruhigte.
Das schaffte er auch mit gutem Zureden. Er konnte den Wirt sogar noch überzeugen, Moniak ein weiteres Hopfengetränk auszuhändigen.
Danach flüsterte er zu Moniak: "He, ich glaube wir sind auf einer Wellenlänge. Komm doch einfach mit zur mir an den Tisch.
Da können wir uns in Ruhe unterhalten."
Moniak überlegte nicht lange (das fiel ihm nach den vielen Hopfengetränken sowieso schwer) und folgte dem Altem zu seinem Tisch.
Oder besser gesagt er schwankte zu seinem Tisch, denn er trank normalerweise nicht sehr oft Hopfengetränke und vor allem nicht viel.
Wie eigentlich alle Einwohner Sambonaks Reiches. Die Beiden setzten sich hin und der Alte begann sofort zu reden:
" Na, was ist denn dir wiederfahren, das du so über Sambonak herziehst? Ich habe nichts dagegen. Denn auch ich kann
ihn nicht unbedingt ausstehen."

Moniak: "Ich habe meine Stadt abgebrannt."

Und musste anfangen zu lachen. Auch der Alte fing an zu lachen und lachte sogar noch länger als Moniak.

Moniak: "Lachst du mich aus?"

Der Alte: "Nein! Ganz bestimmt nicht, aber erzähl mir mehr."

Moniak: "Dann war ich bei Sambonak, diesem Scheusal, der hat gesagt, wenn ich mich noch einmal mit dem Feuer beschäftige,
will er mich des Landes verweisen. Doch sag, wie heißt du eigentlich?"

Der Alte: "Meine Name ist Saga! Saga der mächtige Zauberer."

Moniak musste lachen und sagte: "Du willst mich veralbern, du und der Zauberer Saga."

Saga: "Ja ich bin der Zauberer."

Moniak: "Wenn du Saga bist ........... und wirklich zaubern kannst ........................., etwas gegen Sambonak hast (Moniak lachte),
dann verzaubere ihn doch einfach"

Saga: "Das hätte ich schon längst gemacht. Doch da gibt es ein kleines Problem. Er hat die Geister der Natur auf seiner Seite.
Gegen die kommt keine Magie an."

Moniak: "Die Geister der Natur?"

Saga: "Das wusstest du nicht? Also das weiß doch wirklich fast jeder. Warum sonst denkst du, lebt Sambonak schon so lange"

Moniak: "Der hat es gut. Aber er verbietet mir mich mit dem Feuer zu beschäftigen."

Saga: "Da gibt es eine Möglichkeit"

Moniak: "Erzähl!"

Saga: "Wenn du es schaffen würdest, einen großen Teil der Bevölkerung dazu zu bringen, die Regeln Sambonaks nicht mehr zu befolgen,
würde seine Macht erlöschen. Und damit könntest du ihn von seinem Thron stürzen"

Moniak: "Wenn das alles ist! ......"

Plötzlich schlief Moniak ein. Er hatte wohl zu viel Hopfengebräu getrunken. Als er dann wieder aufwachte, befand er sich
unter einer Talisbrücke, der Fluss der durch Toratei floss. Wahrscheinlich hatte ihn der Wirt, der das Wirt-sein natürlich freiwillig tat,
unter diese Brücke geschleppt. Denn falls es regnen würde, sollte selbst ein Betrunkener ein Dach über dem Kopf haben.
Auch wenn Moniak in dieser Nacht sehr betrunken war, konnte er sich doch noch sehr gut an das Gespräch mit Saga erinnern.
Hatte Saga ihn verzaubert oder konnte er auch nach enormem Hopfengenuss sein Erinnerungsvermögen behalten?
Nun, er wollte das auf jeden Fall noch testen. Zunächst aber beschäftigte er sich damit, wie er so viele Menschen wie möglich
davon überzeugen konnte, Sambonaks Regeln nicht mehr zu befolgen.
Nach reichlicher Überlegung kam er darauf, dass er eine Reise unternehmen musste. Er wollte nach einem Ort suchen,
der weit genug von Sambonak entfernt war, um seinen Plan zu verwirklichen. Die Reise konnte natürlich nicht sofort beginnen,
denn Moniak kannte sich in Sambonaks Welt nicht aus. Er kannte sich nur in seiner alten Stadt aus, doch die hatte er ja nieder gebrannt.
Aber Toratei war groß, denn der Fluss Talis war auch riesig. In einer so großen Stadt gab es bestimmt auch jemanden der Karten
von dem Königreich besaß. Moniak fand auch jemanden, somit hatte er schon einmal eine Übersicht.
Dadurch dass die Bewohner sich alles gegenseitig schenkten, musste er für diese Übersicht so gut wie nichts tun.
Er studierte alle Karten und beschloss nach Faniza zu gehen, diese Stadt war nämlich am weitesten von Toratei entfernt.
Und auf den Weg dorthin konnte er sich ja Gedanken machen wie er Sambonak zerstören konnten.
Selbst um eine Unterkunft oder die Verpflegung musste er sich nicht kümmern.
Denn immerhin waren alle Menschen in Sambonaks Welt sozial genug, jedem Reisenden all dieses zu bieten.


3. Sambonaks letzte Feier


Sambonak war wieder, wie sollte es auch anders sein, mit dem Planen einer Feier beschäftigt. Er war damit fast fertig
und die Gäste konnten kommen. Plötzlich riss jemand die Tür auf und fiel im selben Moment durch diese hinein.
Jener, der da plötzlich vor Sambonak stand, sah sehr blass aus. Doch der König erkannte ihn sofort.
Es war sein Berichterstatter und immer noch der selbe der auch schon Moniak hinein geführt hatte.
Warum auch immer, irgendwie gefiel ihm diese Tätigkeit als Berichterstatter. Verständlich, denn sie war sehr abwechslungsreich.
Außerdem konnte er sich sehr oft mit Sambonak unterhalten. Das wiederum war natürlich der Grund, warum er so blass aussah.
Wenn irgendwer richtig Ahnung von Sambonaks Welt hatte, dann war es dieser Berichterstatter.
Als er so vor dem König stand bekam er erst einmal kein Wort heraus. Sambonak fragte ihn, was denn los sei.
War denn die Feier, wo er ihn hin geschickt hatte, um über diese Bericht zu erstatten nicht gut oder hatte
er etwas Falsches gegessen? Der Berichterstatter benötigte noch eine Weile und antwortete dann: "Nein mein König,
jene Feier war sehr wunderbar, doch als ich zurück in die Stadt kam, ging ich noch mal zum Stadttor.
Ich wusste das sie heute eine Feier veranstalten und wollte schauen, ob schon die ersten Gäste kommen.
Doch was ich dann sah und hörte, war erschreckend. Vielleicht sogar noch schlimmer. Eine riesige Menschenmasse rollte
auf mich zu. Was mich beunruhigte: Sie sahen nicht glücklich aus, nein sie waren mit Hass erfüllt.
Sie kamen immer näher und ich konnte verstehen was sie sagten; schlimmer sie schrien:
"Wir wollen auch, wenn kein Mond scheint Hopfengebräu trinken. Wir wollen auch, die abwechslungsreiche Nahrung
der Natur genießen. Wir wollen, uns nicht länger von Sambonak alles verbieten lassen. Wir wollen, dass Moniak
unser neuer König wird." Als ich das hörte, wurde mir schlecht und ich rannte so schnell wie mich meine Beine
trugen zu dir mein König, um dir alles zu berichten.
- Der König Sambonak und der Berichterstatter schauten sich eine Weile an, sie sagten nichts.
Irgendwann fragte der Berichterstatter doch noch: " Was sollen wir jetzt tun"

Sambonaks: " Nichts, gar nichts. Ich werde gehen, denn meine Zeit als König ist abgelaufen"

Berichterstatter: "Aber wohin und was wird aus mir? Was wird aus deinem Volk?"

Sambonak "Ich werde überall sein und beobachten, um zu sehen, was aus meinem Volk wird, ob es sich zum Gutem
oder zum Schlechten wendet. Und falls ich je die Muße verspüren würde einen Neuanfang zu wagen, sollst
du wieder mein Berichterstatter sein." Danach verschwand der König und wurde auch seitdem nie wieder gesehen.
Was dann folgte, war nicht anders zu erwarten. Moniak wurde König und veranlasste, dass es die Regeln Sambonaks
nicht mehr gibt. Jeder durfte Feuer machen und sich von der Natur nehmen, was er wollte. Das war auch bitter notwendig,
denn als Sambonak ging, verlosch die Magie der Natur und alle brauchten das Feuer für Licht und Wärme.
Selbst die fruchtbarsten Weideflächen waren auf einmal nicht mehr so ergiebig, wie zu Sambonaks Zeit.
Somit gab es nicht mehr alles im Überfluss und wer etwas haben wollte, musste auch dafür etwas geben.
Damit jeder etwas geben konnte, musste plötzlich jeder arbeiten um etwas zu besitzen
und wer viel besaß hatte mit dem Neid anderer zu kämpfen. Doch es hätte kaum noch schlimmer kommen können.
Da veranlasste der neue König Moniak, dass jeder der nicht auf seiner Seite stand und das frei verkündete,
des Landes verwiesen wird.
Letztlich auch der Berichterstatter.



Autor: Eddie
Geschrieben am: 29.04.2003